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Politik und Wirtschaft für Hochgeschwindigkeitsverbinung Lyon-Turin

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Politik und Wirtschaft für Hochgeschwindigkeitsverbinung Lyon-Turin

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In Turin haben sich mehr als 1000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und von Gewerkschaften versammelt, um ihre Unterstützung für die geplante Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Turin und Lyon zum Ausdruck zu bringen. Am Vortag hatten mehr als 20.000 Menschen gegen die Zugverbindung protestiert. Der Bürgermeister von Turin, Sergio Chiampiarino, sagte, Minderheiten hätten das Recht zu protestieren, selbst wenn es sich dabei um Vorwände und Vorurteile handle. Es gebe aber in der Sache kein Voto-Recht, denn in einer Demokratie sei so etwas nicht möglich. Im Susa-Tal an der italienisch-französichen Grenze hatten am Samstag mehr als 20.000 Menschen gegen die geplante neue Zugverbindung demonstriert. Nach ihrer Auffassung stellt das Projekt eine große Bedrohung für die Umwelt dar. Die Befürworter hingegen argumentieren, die Verbindung verkürze die bisherige Reisezeit zwischen Paris und Mailand von bisher sieben auf vier Stunden. Das Projekt ist Teil des Transeuropäischen Transportnetzwerkes, das bislang bereits 15 Milliarden Euro gekostet hat. Frankreich und Italien unterzeichneten den Vertrag zum Bau der Verbindung zwischen Lyon und Turin im Jahr 2001.