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UN fordert EU-Polizisten für Haiti an

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Die Europäische Union will mit 300 paramilitärisch ausgebildeten Polizisten zu mehr Sicherheit in Haiti beitragen. Das haben die EU-Außenminister beschlossen.
Die Polizisten der „Europäische Gendarmerietruppe“ wurden von den Vereinten Nationen angefordert und kommen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal, Rumänien und Spanien.

Mindestens 10 000 US-Soldaten und -Sicherheitskräfte sind bereits im Einsatz.

Spaniens Aussenminister Miguel Ángel Moratinos:

“Gemeinsam werden wir im Namen der EU Sicherheit gewährleisten vor allem bei der Ankunft der Hilfsgüter, die die Haitianer dringend brauchen.”

Die Aussenminister Deutschlands und Finnlands,
Guido Westerwelle und Alexander Stubb nahmen die EU-Außenministerin Catherine Ashton vor Kritik in Schutz, sie hätte sich in Haiti eher selbst sehen lassen müssen. Entscheidend sei doch vor allem, dass den Menschen geholfen werde.

Haiti brauche langfristig Hilfe, das sei jetzt erst der Anfang, sagte Ashton. Die EU müsse die Hilfe – bisher sind rund 400 Millionen Euro zugesagt – allerdings besser koordinieren.

Zur umstrittenen Frage der beschleunigten Adoption von Kindern aus Haiti wird es keine EU-weite Vorgabe geben. Die europäischen Länder können Adoptionen eigenständig regeln – so
ein Sprecher der EU-Kommission.

Die europäischen Justizminister hatten sich darauf verständigt, mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) eng zusammenzuarbeiten, um Kinderhandel zu verhindern.