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Kein Ende der Regierungskrise in Nordirland

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Kein Ende der Regierungskrise in Nordirland

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Die Regierungschefs von Großbritannien und Irland, Gordon Brown und Brian Cowen, haben sich in die nordirische Regierungskrise eingeschaltet – bislang allerdings ohne greifbare Ergebnisse. Brown und Cowen trafen in Belfast ein zu Gesprächen, um die dortige Regionalregierung vor dem Kollaps zu bewahren.

Im Kern des Konflikts steht die Frage, ob mehr Kompetenzen für Polizei und Justiz von London an Nordirland übertragen werden sollen. Ministerpräsident Peter Robinson, Chef der protestantischen DUP, lehnt das jedoch ab. Martin McGuiness, Vorsitzender der katholischen Sinn Fein befürwortet die Übertragung der Kompetenzen an Belfast, drohte jetzt unverhohlen mit Rücktritt. Sinn Fein und DUP bilden seit fast drei Jahren eine Regionalregierung in Nordirland.

Vor zwei Wochen hatte der nordirische Regierungschef Peter Robinson wegen einer Affäre seiner Frau sein Amt vorübergehend abgelegt. Das hatte die ohnehin schon zerbrechliche Regierung weiter geschwächt.