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Krisensitzung der Opel-Gewerkschafter

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Krisensitzung der Opel-Gewerkschafter

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In den Verhandlungen um die Sanierung des Autoherstellers Opel sind am Dienstag Gewerkschaftsvertreter aus ganz Europa in Antwerpen zusammengekommen. Opel-Chef Nick Reilly hatte vor kurzem die Schließung des belgischen Werks angekündigt. Seither streiken die Beschäftigten und die Fahnen wehen auf halbmast. “Wir fühlen mit ihnen”, meint der britische Gewerkschafter Mick Whitley. “Vor ein paar Jahren waren wir in derselben Situation, als das Werk in Luton geschlossen wurde.”

Die Gewerkschaftsvertreter wollen in Antwerpen ihre weitere Vorgangsweise besprechen, aber auch Solidarität mit den Arbeitern zeigen. Und das macht der deutsche Gewerkschaftsvertreter Matthias Rochau unmissverständlich klar: “Warum wir aus Eisenach gekommen sind? Wir sind Opel und wir stehen zusammen als Opel. So wie wir das hier im September schon gezeigt haben, so zeigen wir das heute hier auch.” Sogar ein europaweiter Streik der Opel-Mitarbeiter ist nicht ganz ausgeschlossen – denn der Ärger bei den Gewerkschaften ist groß. “Das Management hat keine Pläne vorgelegt, wie es weitergehen soll”, beklagt der Spanier Salvador Salas. “Dort werden nur einseitige Entscheidungen gefällt und das ist für uns nicht akzeptabel.”

Vom Aus für das Werk in Antwerpen wären 2.600 Mitarbeiter betroffen. Ein Termin für die Schließung steht noch nicht fest. Opel-Chef Reilly erklärte, angesichts des schwachen Marktes müssten die Kapazitäten gesenkt werden; weitere Werksschließungen seien derzeit jedoch nicht geplant. Insgesamt will die Opel-Mutter General Motors mehr als 8000 Stellen in Europa streichen, rund 4000 davon in Deutschland.