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Sanierungsplan für Opel steht

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Sanierungsplan für Opel steht

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Der Sanierungsplan für den krisengeschüttelten Autobauer Opel ist fertig – die Mitarbeiter allerdings laufen gegen die geplante Werksschließung im belgischen Antwerpen Sturm. Der Mutterkonzern General Motors, einst der weltgrößte Autokonzern, erzielte seine letzten Gewinne 2004 und war schließlich auf die Hilfe der Regierung in Washington angewiesen. Die Töchter Opel und Vauxhall, die an mehreren europäischen Standorten tätig sind, sollten abgestoßen werden. Am stärksten davon betroffen waren die 24.000 Opel-Arbeitnehmer in Deutschland. Die Regierung in Berlin war bereit zu zahlen, zudem stand damals die Parlamentswahl vor der Tür. Das Zauberwort hiess Magna. Die Angst um den Verlust von Arbeitsplätzen blieb. In Deutschland olgten Massendemonstrationen.ö Und nicht nur dort. Europaweit zählen Opel und Vauxhall 48.000 Mitarbeiter. 8.000 Stellen sollen jetzt gestrichen werden. Im vergangenen Herbst sah zunächst alles anders aus. Anfang November gab GM bekannt, dass Opel nicht verkauft werden solle. Die deutsche Regierung reagierte verärgert. Nun erwartet General Motors erneut Hilfen der Opel-Standortländer, im Umfang von 2,7 Milliarden Euro. Auch in Berlin will der Autobauer formal Staatshilfen beantragen.