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Sri Lanka: Präsidentschaftskandidat angeblich unwählbar

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Sri Lanka: Präsidentschaftskandidat angeblich unwählbar

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Die Menschen in Sri Lanka haben am Dienstag ihren nächsten Präsidenten gewählt. Mit einem endgültigen Ergebnis wird am Mittwoch gerechnet. Der amtierende Staatschef Mahinda Rajapakse gab sich nach seiner Stimmabgabe zuversichtlich: Er erklärte, er sei sicher, die Wahl zu gewinnen.

Sein schärfster Konkurrent war der frühere Armeechef Sarath Fonseka, dem Beobachter ebenfalls gute Chancen auf den Sieg einräumten. Allerdings erklärte die Regierung nach Schließung der Wahllokale überraschend, Fonseka hätte gar nicht kandidieren dürfen, da er nicht auf der Wahlliste gestanden sei. Laut der Wahlkommission wiederum ist dies kein Grund für einen Ausschluss.
Die Regierung will nun die Justiz anrufen. Experten befürchten, dass die Unterstützer Fonsekas zu Protestkundgebungen aufrufen könnten.

Im vergangenen Mai hatte die Armee Sri Lankas die Befreiungstiger von Tamil Eelam besiegt. Beide Kandidaten hatten sich die Beendigung des jahrzehntelangen Bürgerkriegs auf die Fahnen geschrieben, der eine als Präsident, der andere als Anführer der Streitkräfte. Die Wahlen selbst verliefen weitgehend friedlich. Rund 70.000 Polizisten waren im Einsatz, um den Urnengang zu sichern. Die Wahlbeteiligung lag bei 70 Prozent.