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Haiti-Überlebender nach 14 Tagen geborgen

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Haiti-Überlebender nach 14 Tagen geborgen

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Zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben konnte in Haiti ein weiterer Überlebender aus den Trümmern geborgen werden. Der Mann Anfang 30 war von US-Militärs eher zufällig bei Aufräumarbeiten entdeckt worden. Er hatte sich ein Bein gebrochen, schien sonst aber äußerlich unverletzt zu sein.

Erst kurz zuvor war eine 14-Jährige lebendig befreit worden. Sie hatte unter ihrem Bett Schutz gefunden. In einem entstandenen Hohlraum kam sie an einen Kanister mit Wasser heran. Auch ihre Rufe wurden nur zufällig gehört, als ihr Vater im Geröll nach Papieren suchte.

Für zweieinhalb Euro Tageslohn und Essensrationen können Haitianer den UN-Soldaten beim Aufräumen helfen. Tausende hätten die Jobs bereits angenommen, teilten UNO-Mitarbeiter mit.

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist weiterhin problematisch. Brasilianische Blauhelme mussten für Ruhe und Ordnung sorgen, als das Essen ausging. “Wir sollten die Helfer vom Welternährungsprogramm schützen”, sagte ein Soldat, “aber das Essen ist alle, sie sind gegangen und wir sind geblieben, um sicherzustellen, dass niemand von der Bevölkerung verletzt wird.”

Manche Menschen hatten mehr Glück und bekamen Reis. Andernorts feuerten haitinische Polizisten wieder Warnschüsse ab, um Plünderer abzuhalten.

Mit einer riesigen Impfkampagne will das Kinderhilfswerk UNICEF 600.000 Kinder gegen Masern, Tetanus und Diphterie immunisieren.