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Hellas und die Krise

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Hellas und die Krise

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Die Proteste der griechischen Bauern reißen auch nach zwei Wochen nicht ab. Am Montag marschierten die Landwirte durch Athens Straßen. Sie fordern neue Subventionen. “Geld für die Bauern, nicht für die Bänker”.

Im Euronews-Interwiew sagt Griechenlands Ministerpräsident George Papandreou, er glaube, die Bauern würden verstehen, dass die Landwirtschaft reformiert werden müsse: “Unsere Landwirtschaft ist, so wie sie zur Zeit organisiert ist, nicht konkurrenzfähig. Das ist einer der Gründe, warum unsere Bauern protestieren. Ich glaube aber, dass wir Unterstützung finden für Reformen, denn die Menschen verstehen, dass wir etwas ändern müssen.”

Allein könne Griechenland, so Papandreou, seine Probleme aber nicht lösen. Hier müssten europäische Lösungen her: “Wir brauchen politische, nicht wirtschaftliche Unterstützung von den anderen EU-Ländern. Wenn Sie so wollen – Solidarität, denn diese Krise ist keine rein griechische. Jeder spürt sie. Ich glaube, wir müssen auf europäischer Ebene sehen, wie wir wir aus dieser Rezession herauskommen und unsere Wirtschaft umgestalten, um wieder konkurrenzfähig zu werden.”

Griechenland und seine wirtschaftlichen Probleme: Die Regierung Papandreou hat das Ruder übernommen, da gab es ein öffentliches Defizit von 12,7 Prozent. Nun hat Papandreou’s sozialistische Regierung beschlossen, in Februar erneut Staatsanleihen auszugeben. Acht Milliarden Euro hatten erste Staatsanleihen in dieser Woche in die klammen hellenischen Kassen gespült.