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Holocaust-Gedenken in Auschwitz und Berlin

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Holocaust-Gedenken in Auschwitz und Berlin

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In Auschwitz, aber auch in Berlin, wird heute des Holocaust gedacht. Am 27. Januar 1945 hatten Sowjettruppen das Konzentrationslager befreit, das zum Symbol des nationalsozialistischen Massenmords mit mehr als sechs Millionen Toten wurde.

Im Vorfeld der Gedenkfeier traf Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gestern mit Polens Regierungschef Donald Tusk zusammen. Dieser mahnte eine Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern an.

Ähnlich äußerte sich in Berlin die deutsche Kanzlerin Merkel beim gestrigen Treffen mit Israels Staatspräsident Shimon Peres und Holocaust-Überlebenden; denen versprach sie: “Wir werden Euch niemals vergessen und die Botschaft nie wieder muss sich nicht nur in die Köpfe einschreiben, sondern sie muss auch in den Herzen der Menschen leben.”

Zuvor hatte Peres mit Bundespräsident Horst Köhler das Gleis 17 am Berliner Bahnhof Grunewald besucht. Von dort waren tausende deutsche Juden deportiert worden.

Am heutigen Mittag will Peres als erster israelischer Staatspräsident im deutschen Parlament sprechen. Er selbst hatte seine Großeltern im Holocaust verloren. Laut der Jewish Claims Conference leben heute weltweit noch 500.000 Holocaust-Opfer, mehr als die Hälfte von ihnen in Armut.