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Kredite für Rumänien

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Kredite für Rumänien

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Rumänien kann aufatmen: Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU-Kommission wollen Kredite an das Land wieder freigeben, die sie im letzten Herbst eingefroren hatten. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung EU und IWF wegen der Wirtschaftskrise um Hilfe gebeten, doch wurden die Zahlungen wegen einer Regierungskrise rasch ausgesetzt. Nun werden bald 2,3 Milliarden Euro vom IWF und eine Milliarde von der EU überwiesen. Die Zahlungen laufen wieder an – nicht zuletzt dank des Sparhaushalts, den den die Regierung für 2010 beschlossen hat.

Im letzten Frühjahr hatten EU und IWF dem Land ein Kreditpaket von insgesamt fast 20 Milliarden Euro zugesagt. Doch nicht alle teilen den Optimismus der Regierung über die Wiederaufnahme der Zahlungen. Die liberale rumänische Abgeordnete des EU-Parlaments Ramona Manescu denkt, dass die Regierung falsche Entscheidungen gefällt, und die Kreidtbedingungen mit dem IWF schlecht ausgehandelt habe. “Jetzt lastet – wegen der IWF-Politik – die Hauptlast auf den Bürgern. In einer Zeit der Krise ist das keine besonders gute Idee!”

Rumänien war von der Wirtschaftskrise besonders hart getroffen worden. Nun erwarten harte Einschnitte die Bürger: Bis Mitte des Jahres soll das Rentensystem reformiert werden und auch bei den Beamtengehältern sind Einsparungen geplant.