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Freispruch für Villepin in Clearstream-Affäre

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Freispruch für Villepin in Clearstream-Affäre

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Dominique de Villepin ist vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen worden. Der ehemalige französische Regierungschef stand vor Gericht in der so genannten Clearstream-Affäre.

Dabei ging es um eine Liste mit Schwarzgeldkonten bei einer Luxemburger Bank – angebliche Schmiergelder aus einem Rüstungsgeschäft.

Auf dieser Liste, die 2004 auftauchte, stand auch Nicolas Sarkozy, heute Staatspräsident. Sie stellte sich aber als gefälscht heraus.

Villepin wurde vorgeworfen, er habe sie trotzdem gegen den politischen Rivalen Sarkozy einsetzen wollen. Beide wollten 2007 zur Präsidentenwahl antreten.

Die Anklage hatte daher für Villepin eine Bewährungsstrafe gefordert. Das Gericht sah aber keine Beweise dafür, dass er Sarkozy verleumdet oder in böser Absicht gehandelt habe. Mehrere Mitangeklagte erhielten dagegen Haft- und Bewährungsstrafen.

Zur nächsten Präsidentenwahl 2012 könnte Villepin nun – nach dem Freispruch – gegen Sarkozy antreten: Dass er das gerne möchte, steht schon fest.