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Vorbereitungen auf Abzug aus Afghanistan

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Vorbereitungen auf Abzug aus Afghanistan

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In London hat am Donnerstag eine eintägige internationale Konferenz zur Zukunft Afghanistans begonnen. Dabei soll der Grundstein für einen späteren Abzug der ausländischen Truppen gelegt werden. Außerdem geht es auch um mögliche Verhandlungen mit den Taliban. Unter den Anwesenden sind der afghanische Präsident Hamid Karsai und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Der britische Premierminister Gordon Brown kündigte einen Fonds für die Reintegration gemäßigter Taliban an. Dabei gehe es darum, eine ökonomische Alternative zu bieten, sagte er. Allerdings: Jene Aufständischen, die die Bedingungen nicht akzeptieren wollen, werde man weiterhin militärisch verfolgen.

Hochrangige Politiker aus rund 70 Ländern sind nach London gekommen, darunter Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner und seine US-Kollegin Hillary Clinton, die vor allem das deutsche Engagement bei der Neuausrichtung der internationalen Afghanistan-Strategie gewürdigt hatte. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen forderte im Vorfeld einen klaren politischen Fahrplan für Afghanistan. Weitere Themen des Treffen sind der Kampf gegen Korruption und die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Afghanistans.

Seit mehr als acht Jahren sind die internationalen Truppen am Hindukusch, aber ein Erfolg ist nicht in Sicht. Die Internationale Gemeinschaft hofft nun auf mehr Unterstützung von der afghanischen Regierung.