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Wie kann man die "unfreiwillgen" Taliban herauslösen?

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Wie kann man die "unfreiwillgen" Taliban herauslösen?

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Sie sehen eher aus wie “Ali Baba und die 40 Räuber”, manche Taliban-Kämpfer, wenn sie sich so als “bunter Haufen” der Kamera präsentieren.
Auch Hamid Karsei hegt die Hoffnung, nicht wenige dieser jungen Männer zurückholen zu können in die friedliebende Gesellschaft.
Darum legte er bei der Konferenz in Istanbul seinen Plan vor, Arbeit und damit Einkommensmöglichkeiten für jene zu schaffen, die sich mehr aus Not denn aus Überzeugung den Taliban angeschlossen haben.
Karsei wörtlich: “Jene Taliban, die weder Al Kaida noch einem anderen Terror-Netzwerk angehören, sind willkommen, wenn sie heimkehren in ihr Land, wenn sie die Waffen niederlegen und sich wieder in die verfassungsmäßige Gesellschaft eingliedern.”

Das ist genau in dem Sinne einer politischen Lösung der Afghanistan-Probleme, wie sie schon im März 2009 in Den Haag besprochen wurde.
Damals setzte sich die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton ebenfalls für eine solche Entwicklung ein. Die sagte: “Wir müssen die Anstrengungen der afghanischen Regierung unterstützen, die echten Al Kaida- und Taliban-Extremisten von jenen zu trennen, die dort nicht aus Überzeugung mitmachen sondern aus Verzweiflung.”

Der US-Oberkommandierenden General McChrystal rechnet mit einer Aufstockung der ihm unterstellten Truppen um insgesamt 37.000 Mann, um die Taliban zurückdrängen zu können, die vor allem die Provinzen Helmand und Kandahar fest im Griff haben. Jeder zu seiner Familie, zu einer friedlichen Arbeit zurückgekehrte Taliban würde den militärischen Druck vermindern.
Was die Afghanen von der Konferenz erwarten, sagt einer, der Haus und Hof verloren hat:
“Wie leben in der Winterkälte in Zelten. Die Leute sterben. Helft uns, unsere Häuser aufzubauen, gebt uns Sicherheit! “

Und dafür braucht man Frieden.
Das sehen die Afghanen in den Notlagern ebenso wie der Afghane im Präsidentenpalast.