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Blair vor Untersuchungsausschuss

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Blair vor Untersuchungsausschuss

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Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair
muss sich heute vor einem Untersuchungsausschuss für den Einmarsch britischer Truppen in den Irak rechtfertigen. Dabei steht seine Behauptung im Mittelpunkt, dass das Regime von Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfügt habe. Vor dem Gebäude, in dem der Ausschuss tagt, wollen die Angehörigen von fast 180 im Irak gefallenen Soldaten demonstrieren. Bill Pritchard hat seinen Sohn bei dem Einsatz verloren: “Tony Blair wollte den Amerikanern in dieses große Abenteuer folgen. Nach dem Motto ‘Ich will kämpfen bis zum letzten Tropfen Eures Blutes’. Das wollte Tony Blair. Das war ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu seinem Ruhm.” Großbritannien war 2003 ohne UN-Mandat an der Seite der USA in den Irak einmarschiert. Massenvernichtungswaffen waren nie gefunden worden. Für Blairs Befragung sind sechs Stunden anberaumt. Der Ausschuss prüft seit
mehreren Monaten den umstrittenen Einmarsch, der zum Sturz Saddams geführt hatte. Dafür hatten die Ausschussmitglieder bereits Experten,
Berater und Mitglieder von Blairs damaliger Regierung befragt.