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Madrid beschließt Sparpaket

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Madrid beschließt Sparpaket

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Im Kampf gegen das Haushaltsdefizit und den steigenden Schuldenberg hat die Regierung in Madrid einen Sparplan beschlossen. Er beläuft sich auf fünfzig Milliarden Euro und soll in den Jahren 2010 bis 2013 greifen. Mit dem Sparplan reagiert Madrid auch auf die wachsende internationale Kritik am Budgetdefizit Spaniens, das wie Griechenland und Portugal zu den Sorgenkindern der Europäischen Union zählt. “Um das Sozialsicherheits-System zu erhalten, sind für die nächsten fünfzehn Jahre einige Vorkehrungen notwendig”, so die stellvertretende Regierungschefin Tereza Fernandez de la Vega. Die Zahl der Arbeitslosen kletterte auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten: Die Quote liegt bei 18,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm die Quote um fast fünf Prozent zu. Die Lage ist unter anderem so dramatisch, weil Spanien unter der hausgemachten Immobilienkrise und dem damit verbundenen Zusammenbruch des Bausektors litt. Auch brach die Binnennachfrage stark ein.