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Tony Blair sagt zu Irak-Krieg aus

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Tony Blair sagt zu Irak-Krieg aus

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Tony Blair muss heute für den Einmarsch britischer Truppen in den Irak geradestehen. Ein Untersuchungsausschuss in London, die Chilcot-Kommission, hat am Morgen begonnen, den ehemaligen Premierminister zu befragen – eingeplant sind dafür sechs Stunden.

Zu Beginn ging Blair auf die veränderte Bedrohung seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York ein. “Das hat meine Einschätzung der Gefahr verändert”, sagt Blair; “diese Ansicht hatte ich damals, und ich habe sie noch heute.”

“Das Entscheidende ist, dass bei diesem Terrorakt mehr als dreitausend Menschen mitten in New York getötet wurden – ein schreckliches Ereignis.”

“Danach war meine Meinung: Hier darf man auf keinen Fall Risiken eingehen. Ein Punkt dabei war, dass wir Hinweise hatten, dass diese Leute chemische, biologische oder sogar Kernwaffen einsetzen würden – wenn sie die Möglichkeit hätten.
Das hat unsere Gefahreneinschätzung völlig verändert.”

Und der frühere Regierungschef hebt auch hervor:
“Ich möchte das noch einmal ganz klar machen: Das war keine amerikanische Haltung. Das war meine und die britische Haltung.”

Die Briten waren im März 2003 an der Seite der USA in den Irak einmarschiert – ohne ein Mandat der UNO. Damals hatte Blair – wie auch die amerikanische Regierung – behauptet, die Machthaber um Sadam Hussein verfügten über Massenvernichtungswaffen. Später, nach dem Einmarsch, wurden solche Waffen aber nie gefunden.