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Ungewissheit um Gespräche mit Taliban

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Ungewissheit um Gespräche mit Taliban

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Die erhoffte Ruhe wird in Afghanistan wohl vorerst nicht eintreten: Aufständische, unter ihnen mehrere Selbstmordattentäter, haben in der Provinz Helmand
afghanische Soldaten angegriffen.

Laut Armee wurden Soldaten verletzt, aber keiner getötet. Im Kampf gegen die Angreifer bekam die
Armee Unterstützung von der NATO.

Der Angriff ereignete sich in Laschkar Gah, Hauptstadt der Provinz Helmand. Helmand ist eine Hochburg der Taliban-Aufständischen und das Gebiet in Afghanistan, das am heftigsten umkämpft ist.

Die Taliban denken aber auch darüber nach, ob sie das Gesprächsangebot der Regierung annehmen. Eine Entscheidung soll bald fallen. Dieses Angebot wurde gerade auf der Londoner Afghanistankonferenz vereinbart, dazu Aussteigemöglichkeiten für einfache Talibankämpfer.

Der britische Außenminister will das Abkommen nun schnell umsetzen. David Miliband spricht von guten Regelungen zu Sicherheit, Regierung, Wirtschaft und vor allem zu den politischen Vereinbarungen, die Afghanistan brauche.

Dazu gehört eben auch das Gesprächsangebot an die Taliban. Angesichts solcher Bilder kann es für westliche Regierungen allerdings zum Problem werden, wenn diese Gespräche tatsächlich zustande
kämen und der bisherige Feind dann in Afghanistan vielleicht sogar mitregieren würde.