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Waffenverkauf an Taiwan mit Folgen

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Waffenverkauf an Taiwan mit Folgen

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Quasi über Nacht hat sich das Verhältnis zwischen den USA und China noch einmal deutlich abgekühlt: Die USA wollen Waffen an Taiwan verkaufen, China reagiert mit Drohungen, aber auch mit einem ersten konkreten Schritt: Alle militärischen Kontakte mit den USA werden eingefroren, geplante gegenseitige Besuche der Militärs zum Beispiel abgesagt.

Der Ärger war absehbar: Man habe mit China auch vorher nicht darüber geredet, sagt ein Sprecher des Außenministeriums. Man habe China nur informiert,
und darüber habe man seinerseits vorher Taiwan informiert.

Erfreut zeigt sich Taiwans Staatspräsident: Dieser Waffenverkauf werde die Verteidigung stärken und sei eine wirksame Abschreckung, sagt Ma Ying-Jeou.
Taiwan gebe es mehr Selbstvertrauen und ein
Gefühl der Sicherheit beim Ausbau der Beziehungen zu China.

Für China ist das ein Affront: Es betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Über Jahrzehnte waren die Beziehungen äußerst angespannt; in letzter Zeit hatte sich das Verhältnis aber etwas verbessert.

Taiwan kauft jetzt unter anderem amerikanische Kampfhubschrauber, Fliegerabwehrraketen und Minensuchboote – insgesamt gibt es dafür gut viereinhalb Milliarden Euro aus. Kampfflugzeuge, die
es ebenfalls gerne hätte, bekommt es nicht.