Eilmeldung

Eilmeldung

Weltwirtschaftsforum in Davos

Sie lesen gerade:

Weltwirtschaftsforum in Davos

Schriftgrösse Aa Aa

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise haben zahlreiche Finanzminister, Vertreter von Zentral- und Privatbanken heute in Davos über eine Reform des Finanz- und Bankwesens sowie Wege aus der Krise beraten. Für den Chef des internationalen Währungsfonds Dominique Strauss-Kahn wird die Sanierung der öffentlichen Haushalte das Hauptproblem der kommenden Jahre sein.

“Es geht hier nicht um drei Monate mehr oder weniger. Mit diesem Problem werden wir uns je nachdem in welchem Land noch fünf bis sieben Jahre beschäftigen. Die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise dürfen weder zu schnell noch zu langsam in Kraft treten. Wir raten, nicht zu früh damit zu beginnen. Die geplanten Konsolidierungsmaßnahmen für 2010 müssen alle umgesetz werden”, erklärte Strauss Kahn heute in Davos.

Ein Jahr nachdem zahlreiche Banken mittels milliardenschwerer Finanzpakete gerettet wurden, herrscht bei ihren Chefs jetzt Unklarheit über das weitere Vorgehen. Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann sagte, die großen Maßnahmen der Regierungen und Zentralbanken hätten der Finanzbranche geholfen. Doch die Frage, wann diese auslaufen sollen sei auf Grund mangelnder Erfahrungen mit dieser Situation schwer zu beantworten.

Uneinigkeit zwischen der Vertretern aus Politik und Wirtschaft herrscht einen Tag vor Ende des Forums über die Frage nach der Kontrolle der Banken. Die westlichen Regierung sind dafür. Zahlreiche Bänker warnten jedoch vor einer Überregulierung.