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Davos: Griechenland könnte Euro belasten

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Davos: Griechenland könnte Euro belasten

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Beim Weltwirtschaftsforum in Davos ging es auch um die Finanzkrise und den angeschlagenen Partner in der Eurozone, Griechenland. Die Lage ist dramatisch, denn die Schuldenkrise in Athen belastet den Euro erheblich. Experten befürchten nun, dass auch Portugal oder Spanien in den Sog der Krise geraten könnten. Das ist die größte Herausforderung im gemeinsamen Währungsgebiet seit der Einführung des Euro im Jahr 1999, befindet auch Euronews-Korrespondent Constantino de Miguel: “Manche Ökonomen haben in Davos davor gewarnt, dass die Staatsverschuldung von Ländern wie Griechenland eine Zeitbombe sei, die den Euro hochgehen lassen könnte. Doch Offizielle aus der Eurozone und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung versicherten gegenüber Euronews, dass diese Bombe nicht explodieren wird. Es gibt mehr Solidarität in der Eurozone für diese Länder, sie setzen auf einen strikten Sparkurs. Der für Wirtschaft und Währung zuständige EU-Kommissar Joaquin Almunia sagte, bis vor wenigen Tagen habe es zahlreiche Beschwerden gegeben, dass der Euro zu stark sei, überbewertet an den Märkten: “Jetzt fangen die Leute plötzlich an, sich darüber zu beschweren, dass die Eurozone sich spalten wird. Die Eurozone erlaubt es ihren Mitgliedern, sich der Krise besser entgegenzustellen, weil es mehr Unterstützung gibt. Im Gegenzug sollten die betroffenen Länder, etwa Griechenland, Irland und Spanien, mehr Verantwortung zeigen.” Am kommenden Mittwich will Almunia in Brüssel im laufenden Defizit-Strafverfahren gegen Griechenland neue Sparempfehlungen vorlegen.