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Illegale Adoption? Amerikaner festgenommen

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Illegale Adoption? Amerikaner festgenommen

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In Haiti hat die Polizei zehn Amerikaner festgenommen. Sie werden verdächtigt, unerlaubt Kinder zur Adoption ins Ausland gebracht haben zu wollen. Die fünf Männer und fünf Frauen bestreiten die Vorwürfe. In ihrem Bus hatten die Amerikaner mehr als 30 Kinder bei sich, im Alter zwischen zwei Monaten und zwölf Jahren. Sie wurden an der Grenze zur Dominikanischen Republik aufgegriffen.

Dort hatten sie laut eigenen Angaben für die Waisen ein Heim gründen wollen. Dafür hätten sie auch die Erlaubnis gehabt. “Mehrere Menschen, auch haitianische Behörden, haben uns gesagt, dass wir die Kinder über die Grenze bringen könnten”, sagte Laura Sillsby, eine der Festgenommen. “Wir haben einen Fehler gemacht, wir haben nicht verstanden, dass wir zusätzliche Dokumente brauchten.”

Nach Angaben der Behörden konnten die Amerikaner nicht belegen, dass es sich bei den Kindern um Waisen handelt. Im Internet hatten die Mitglieder baptistischer Gemeinden zu Spenden für ihre Aktion aufgerufen.

Seit dem verheerenden Erdeben vom 12. Januar hatte das Kinderhilfswerk Unicef mehrfach vor Menschenhändlern und illegalen Adoptionen gewarnt. Unicef hat damit begonnen, die Waisenkinder in Haiti zu erfassen, um sie besser schützen zu können.