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Neuer Vorsitz der Afrikanischen Union

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Neuer Vorsitz der Afrikanischen Union

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Die Afrikanische Union hat einen neuen Vorsitzenden. Auf den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi folgt turnusgemäß der Präsident Malawis, Bingu wa Mutharika. Gaddafi, der gerne ein weiteres Jahr amtiert hätte, kritiserte, dass die 53 Teilnehmerstaaten nicht enger zusammenwüchsen.

Thema des Treffens in Addis Abeba in Äthiopien war unter anderem die Lage in Somalia. UN-Generalseketär Ban Ki-Moon lehnte erneut die Entsendung von Blauhelmsoldaten in den ostafrikanischen Krisenstaat ab. Gleichzeitig sprach er von einer Bedrohung der weltweiten Sicherheit durch Somalia. Gut 5000 Soldaten der Afrikanischen Union sind seit knapp drei Jahren in Somalia stationiert, doch die Truppe erreicht ihre Sollstärke nicht.

Das Land am Horn von Afrika ist vom Bürgerkrieg gebeutelt. Seit fast 20 Jahren hat es keine funktionierende Regierung mehr. Piratierie, Entführungen, Gewalt sind an der Tagesordnung. Seit 2007 kamen dabei 21.000 Menschen ums Leben, eineinhalb Millionen wurden zu Heimatlosen. Wegen der unsicheren Lage stellte das Welternährungsprogramm seine Arbeit vorübergehend ein. Dabei schätzen Hilfsorganisationen, dass die Hälfte der Bevölkerung von Lebensmittellieferungen abhängig ist.