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US-Bürger in Haiti festgenommen

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US-Bürger in Haiti festgenommen

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In Haiti sind zehn US-Bürger festgenommen
worden, die das Land mit 33 kleinen Kindern unerlaubt verlassen wollten. Nach Angaben der Behörden erklärte die Gruppe, sie wolle die Kinder in der benachbarten Dominikanischen Republik in einem neu errichteten Waisenhaus unterbringen. Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti waren immer wieder Berichte über Menschenhändler bekanntgeworden, die mit Waisenkindern Geschäfte machen.
Unterdessen stoppte das US-Militär in Haiti vorerst alle Evakuierungsflüge in die USA. Nach amerikanischen Medienberichten gibt es
Unstimmigkeiten darüber, wer für die Behandlung von Verletzten in den USA aufkommt. Der
Gesundheitsminister Haitis, Alex Larsen erklärte, Verletzte mit ausreichenden Geldmitteln würden sich selbst ins Ausland absetzen und nach Santo Domingo reisen, nach Miami und auch nach Martinique.
Bei dem Erdbeben wurden schätzungsweise 200.000 Menschen verletzt. Die medizinische Versorgungslage ist äußerst schwierig, denn bei dem Erdbeben wurden auch die meisten Krankenhäuser im Gebiet der Hauptstadt schwer beschädigt oder zerstört.