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Festnahmen bei Protestaktion in Moskau

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Festnahmen bei Protestaktion in Moskau

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Bei einer Oppositionskundgebung in Moskau sind über einhundert Kremlgegner festgenommen worden. Binnen kurzer Zeit beendete die russische Sonderpolizei OMON die Protestaktion.

Die etwa dreihundert Demonstranten hatten sich am Nachmittag im Stadtzentrum versammelt. Sie forderten die Einhaltung des Rechts auf Freiheit und Versammlung. Zu hören waren die Rufe “Russland ohne Putin!”, “Freiheit!” und “Schande, Schande!”. Unter den Festgenommenen war auch der Menschenrechtler Oleg Orlow.

“Die Leute, die diese Kundgebung organisiert haben, denken, dass es dringend notwenig ist, für die Rechte der Bürger zu kämpfen. Das heißt für die Umsetzung des Versammlungsrechts, so wie es in Artikel 31 der Verfassung steht. Und sie sehen ja, unter welchen Bedingungen wir hier das Recht dazu haben, oder besser gesagt, es nicht haben,” beklagte der Vorsitzende der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial.

In Polizeigewahrsam kam auch die 82-jährige Bürgerrechtlerin Ljudmila Alexejawa von der Moskauer Helsinki-Gruppe. Regelmäßig wird in Russland für Versammlungsrecht demonstriert, die Behörden verbieten die Kundgebungen jedoch immer wieder.