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Griechenland verordnet sich hartes Sparprogramm

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Griechenland verordnet sich hartes Sparprogramm

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Mit rigorosen Sparplänen hofft die Regierung in Athen, die drohende Zahlungsunfähigkeit des Landes noch abzuwenden. Denn die Staatsschulden belaufen sich auf rund 300 Milliarden Euro – damit ist Griechenland derzeit das schwächste aller Euro-Länder. Die EU-Kommission sieht die Athener Pläne mit einer gewissen Skepsis und kündigte an, die Haushaltspolitik Griechenlands zu beobachten. “Es gibt bei diesen Plänen einige Risiken, aber die Ziele sind erreichbar”, sagte Kommissionssprecherin Amelia Torres. “Daher werden wir die Umsetzung dieses Programms überwachen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen einbringen, sollten die Risiken zum Tragen kommen.”

Derzeit liegt die Neuverschuldung Griechenlands bei 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. 2010 will Athen diesen Wert auf 8,7 Prozent senken, 2012 soll er dann unter drei Prozent liegen. Nach einer Dringlichkeitssitzung der griechischen Regierung erklärte Ministerpräsident Giorgos Papandreou, er werde bei diesem Sparprogramm keine Abweichungen und keine Verspätungen dulden. Vorgesehen sind etwa eine Sondersteuer für Unternehmen und Lohnkürzungen bei den Beamten. Die haben postwendend reagiert und Streiks angekündigt.