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Haiti: Verdacht auf Kinderhandel - USA wollen wieder Verletzte ausfliegen

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Haiti: Verdacht auf Kinderhandel - USA wollen wieder Verletzte ausfliegen

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Nach der Festnahme von zehn Amerikanern in Haiti, die das Land ohne Genehmigung mit 33 Kindern verlassen wollten, vermehren sich die Hinweise darauf, dass die Kinder doch noch lebende Eltern hatten. Es gebe sowohl Adressen, als auch Telefonnummern, bekräftigte ein Vertreter der Hilfsorganisation “SOS Kinder”. Seitens der US-amerikanischen Gruppe hiess es, man habe die Kinder in der Dominikanischen Republik unterbringen und versorgen wollen. Die Amerikaner gehören einer christlichen Gruppe an.

George Willard von “SOS Kinder” sagte, die Situation in Haiti sei derzeit dramatisch; es gebe tausende unbegleiteter Kinder. Seine und andere Organisationen kümmerten sich darum. Man müsse diesen Kindern einen sicheren Ort bieten, denn sie seien andernorts ohne Schutz und in Gefahr. Die USA wollen ihre Evakuierungsflüge für beim Erdbeben schwer verletzte Haitianer in Kürze wieder aufnehmen. Das teilte ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington mit. Die Flüge nach Florida waren am Mittwoch ausgesetzt worden, nachdem es Unstimmigkeiten darüber gegeben hatte, wer für deren medizinische Versorgung aufkommen würde. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen begann mit einer großangelegten Verteilung von Lebensmitteln – vornehmlich an Frauen, um Ausschreitungen zu verhindern.