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Strafen für Offiziere wegen Phosphor-Einsatz

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Strafen für Offiziere wegen Phosphor-Einsatz

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Ein Jahr nach dem Gaza-Krieg hat Israel Disziplinarstrafen gegen zwei ranghohe Offiziere verhängt: Sie sollen angeordnet haben, die Einrichtung einer UN-Hilfsorganisation in Gaza-Stadt mit Phosphorgranaten zu beschießen. Weißer Phosphor darf nach internationalem Recht nicht in besiedelten Gebieten eingesetzt werden. Im so genannten Goldstone-Bericht der UNO war Israel vorgeworfen worden, chemische Waffen und Phosphor eingesetzt zu haben. Israel jedoch erkennt den Bericht nicht an. “Wir brauchen keine Ermahnung von der Internationalen Gemeinschaft”, so Vizeaussenminister Danny Ayalon. “Der Goldstone-Bericht ist eine Schande, er ist einseitig, unprofessionell und sollte gar nicht diskutiert werden.”

Israel hat stattdessen einen eigenen Bericht verfasst – der wiederum von israelischen Menschenrechtsgruppen abgelehnt wird. “Der Fall der beiden Offiziere zeigt, wie man den israelischen Bericht geschönt hat”, meint Yael Stein vom israelischen Zentrum für Menschenrechte in den besetzten Gebieten, B’tselem. “Es gibt keine Angaben über die genaueren Umstände dieses Befehls.”

Vor wenigen Tagen hatte Israel seinen Report an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon übermittelt. Ban will die Informationen am nächsten Freitag zusammengefasst an die UN-Vollversammlung weiterreichen.