Eilmeldung

Eilmeldung

Concorde vs Continental: Prozess in Paris

Sie lesen gerade:

Concorde vs Continental: Prozess in Paris

Schriftgrösse Aa Aa

Zehn Jahre nach dem Absturz der Condorde beginnt bei Paris der Prozess. Die Maschine war im Juli 2000 kurz nach dem Start explodiert. Unter den 113 Toten waren 97 Deutsche.

Angeklagt sind Mitarbeiter der französischen Luftfahrtbehörde, des Herstellers Aérospatiale und der amerikanischen Airline Continental. Ein auf der Startbahn liegendes Teil einer Continental-Maschine soll den Absturz verursacht haben.

“Vier Monate lang werden wir nun Details ans Licht bringen, die manch einer lieber unter Verschluss gehalten hätte”, sagt Opfervertreter Stéphane Gicquel, “über das Titanteil, über Continental. Die Wartungsstandards dort sind wirklich beängstigend.”

Teile eines zerfetzten Reifens sollen den Treibstofftank der Condorde zerschlagen haben. Continental verweist darauf, dass dessen Anfälligkeit bekannt gewesen sei.

Außerdem will der Anwalt der Airline, Olivier Metzner, beweisen, dass das Feuer vereits ausgebrochen war, bevor die Maschine auf das Metallteil traf.

Für die Hinterbliebenden der Opfer hat der Prozess keine direkte Bedeutung, sie wurden bereits von Air France entschädigt. Der Absturz aber erdete den jahrzehntelangen Traum vom Dreieinhalbstundenflug nach Amerika. 2003 wurden die “Donnervögel” stillgelegt.