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Handgemenge bei Verteilung von Lebensmitteln

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Handgemenge bei Verteilung von Lebensmitteln

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Chaotische Zustände in Haiti: Bei der Verteilung von Lebensmitteln ist es zu Ausschreitungen gekommen. Das Handgemenge zwischen der Bevölkerung und dem US-Militär entstand, als die Wartenden anfingen, sich um die Lebensmittelmarken zu streiten. Diese sind besonders für Frauen gedacht. Drei Wochen nach der Erdbebenkatastrophe bleibt die Versorgung der Opfer schwierig.

Unterdessen kündigte Washington an, wieder Schwerverletzte zur Behandlung in die USA auszufliegen. Die Flüge waren vor fünf Tagen ausgesetzt worden, weil es Streit über die Kosten für die Behandlung der Haitianer gegeben hatte. Die USA willigten nun ein, die Ausgaben zu übernehmen. Jüngsten Schätzungen zufolge wurden bei dem Beben etwa 200.000 Menschen verletzt.

Das Schicksal vieler Kinder bleibt derweil unklar. Zehn amerikanische Missionare, die des Kinderhandels verdächtigt werden, waren vergangene Woche festgenommen worden, als sie versuchten 33 Kinder über die Grenze zur Dominikanischen Republik zu bringen. Sie behaupteten, die Kinder seien Waisen, hatten jedoch keine entsprechenden Dokumente bei sich. Haitis Informationsministerin erklärte:
“Einige dieser Kinder haben Eltern. Die Beschuldigten werden vor Gericht gestellt und dieses entscheidet, welche Strafe sie erhalten.”

Die Trauer um die Opfer der Katastrophe ist groß. An einem Massengrab nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince versammelten sich Familien, um ihre Angehörigen zu Grabe zu tragen. Einige forderten die Rückkehr des Ex-Präsidenten Aristide.