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Jesuiten-Missbrauchsskandal weitet sich aus

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Jesuiten-Missbrauchsskandal weitet sich aus

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Der Missbrauchsskandal am Berliner Canisius-Kolleg zieht weitere Kreise. Wie der Jesuitenorden mitteilte, seien auch Kinder an anderen Schulen in Deutschland, Spanien und Chile betroffen. Dorthin hatte sich einer der Verdächtigen abgesetzt. Der heutige Rektor Klaus Mertes zeigt sich entsetzt über das Wegschauen der Verantwortlichen von damals.

Mit einem Brief an ehemalige Schüler hatte der langjährige Schulleiter die Aufarbeitung angestoßen. Immer mehr Details drängen ans Licht. So haben Schüler schon 1981 einen Beschwerderief geschrieben, ein Verdächtiger will 1991 gar gestanden haben.

Außer an der renommierten Berliner Privatschule hatten die verdächtigen Patres in Göttingen, Sankt Blasien, Hildesheim und Hamburg unterrichtet. In der Hansestadt befürchtet der Leiter der dortigen Sankt-Ansgar-Schule, Friedrich Stolze, dass weitere Missbrauchsfälle an seiner Einrichtung bekanntwerden. Die bislang bekannt gewordenen Taten wurden in den 70er und 80er Jahren begangen. Sie sind nach deutschem Strafrecht verjährt.