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Pentagon will Outing schwuler Soldaten ermöglichen

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Pentagon will Outing schwuler Soldaten ermöglichen

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“Don’t ask, don’t tell – zu deutsch: nicht fragen, nichts sagen: Dieser Grundsatz gilt derzeit für homosexuelle US-Soldaten. Denn laut Gesetz dürfen sie nur dienen, solang sie über ihre Homosexualität Stillschweigen bewahren. Ein Outing ist gleichbedeutend mit der Entlassung. Das soll nach dem Willen der US-Regierung nun anders werden. Bei einer Anhörung im zuständigen Senatsausschuss erklärte Admiral Mike Mullen, er persönlich sei davon überzeugt, dass man Homosexuellen in der Armee erlauben müsse, sich offen zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen. Es sei unverständlich, dass die derzeitige Politik junge Männer und Frauen zwinge, diesbezüglich zu lügen, damit sie das Land verteidigen dürften.

Auf wenig Begeisterung stoßen die Pläne bei den Republikanern. Senator John McCain erklärte, das derzeitige Gesetz habe sich bewährt: “Der Grundsatz “don’t ask, don’t tell” ist zwar nicht perfekt, aber er war bis jetzt sehr effektiv, und gerade zu einem Zeitpunkt, an dem wir mehr als je zuvor von unserem Militär erwarten, sollten wir ihn nicht aufheben.”

US-Verteidigungsminister Robert Gates will nun die Möglichkeiten einer Abschaffung des Verbots prüfen lassen. In einem ersten Schritt soll die Entlassung homosexueller Soldaten erschwert werden. Bis zur vollständigen Integration Homosexueller in der Armee wird es jedoch laut Beobachtern voraussichtlich noch mehrere Jahre dauern.