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Concorde-Prozess: Antrag auf Einstellung abgelehnt

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Concorde-Prozess: Antrag auf Einstellung abgelehnt

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Gegen den Willen der Verteidigung ist der Prozess zum Concorde-Absturz am Mittwoch fortgesetzt worden. Das Gericht in Pontoise bei Paris wies einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens zurück. Der Anwalt der angeklagten US-Fluglinie Continental hatte den Antrag damit begründet, dass entlastende Zeugenaussagen bei den Ermittlungen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Laut diesen Ermittlungen war ein Metallteil für das Unglück verantwortlich. Eine Continental-Maschine hatte es auf der Startbahn verloren. Die kleine Lamelle habe den Reifen der Concorde zum Platzen gebracht, hieß es, ein herumfliegendes Hartgummiteil habe dann den Tank getroffen und das auslaufende Kerosin habe sich schließlich entzündet. Die Verteidigung will allerdings mehr als 20 Zeugen aufrufen, die bestätigen sollen, dass die Concorde bereits brannte, bevor sie über die Lamelle rollte. Ursache könnte ein Wartungsfehler oder auch das Überladen des Flugzeugs gewesen sein.

In dem Strafverfahren geht es hauptsächlich um technische Details. Die Verteidigung will beweisen, dass bei den französischen Ermittlungen Fehler gemacht wurden. Beobachter erwarten daher in den nächsten Monaten eine wahre Schlacht der Sachverständigen.