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Keine Einbürgerung in Frankreich für radikalen Moslem

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Keine Einbürgerung in Frankreich für radikalen Moslem

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Die französische Regierung hat einem Marokkaner die Einbürgerung verwehrt, weil dessen französische Frau Gesicht und Körper aus religiösen Gründen voll verschleiert. Der Minister für Einwanderung und Nationale Identität, Eric Besson, sagte, es gehe dabei um einen radikal-religiösen Mann, der in seinem eigenen Hause die Trennung von Männern und Frauen erzwinge und sich weigere, einer Frau die Hand zu geben.
In der Frage der Einbürgerung sei entscheidend, dass der Mann das Prinzip des Laizismus explizit abgelehnt habe, also einen Grundsatz der französischen Verfassung, und ebenso die Gleichstellung der Geschlechter, betonte der Minister; der Mann habe zudem in Anwesenheit seiner Frau erklärt, dass er sie zwinge, den Ganzkörperschleier zu tragen.
Ein französischer Parlamentsausschuss hat vorgeschlagen, die vollständige Verschleierung in öffentlichen Einrichtungen zu verbieten. Der Plan ist heftig umstritten, auch innerhalb der linken Opposition. Einige Ausschussmitglieder hatten ein generelles Verbot der Vollverschleierung gefordert.
Das französische Recht nennt einen “Mangel an kultureller Assimilierung” als Hinderungsgrund für eine Einbürgerung.