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Mitten im Spiel werden die Regel geändert

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Mitten im Spiel werden die Regel geändert

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Ukraine vier Tage vor der Präsidentenwahl
Vier Tage vor dem 2. Wahlgang bei der Präsidentenwahl in der Ukraine hat das Parlament das Wahlgesetz geändert. Angeregt von den Abgeordneten der Partei des an der Spitze liegenden Viktor Janukowitsch. Regierungschefin Julia Timoschenko hatte im ersten Wahlgang rund 10 Prozent weniger Stimmen bekommen. Sie beschuldigt jetzt Janukowitsch, die Stichwahl manipulieren zu wollen.

Oleksandr Stoyan, ein Abgeordneter der Janukowitsch-Partei erklärt die Änderung des Gesetzen mit Anwesenheitsproblemen in der Wahlkommission. Nur wenn zwei Drittel der Mitglieder anwesend seien, könne die gültige Entscheidungen treffen. Wenn aber zwei Mitglieder zum Beispiel aus der Region Donezk krank seien, werde die Kommission arbeitsunfähig. Gleiches könne mit Mitgliedern aus der Region Lviv passieren, wo die andere Partei die Mehrheit habe.
Man wolle aber objektive Entscheidungen treffen.

“ Fernsehdebatte der Prädidentschaftskandidaten “
stand auf der Ankündigung am vergangenen Montag.
Dann erschien aber nur eine Kandidatin.
Und die nutzte natürlich nach Kräften das Fernbleiben Entscheidung ihres Konkurrenten, das sie als “Feigheit” bezeichnete.
Die als pro-europäisch geltende Politikerin behauptete, die in der Ukraine populäre deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel stehe an ihrer Seite.
Die Bundesregierung hält sich allerdings bedeckt..

Der für den mehrheitlich russischsprachigen und Russland zugeneigten Osten des Landes stehende Viktor Janukowitsch war der Verlierer bei der “Orangenen Revolution” im Winter 2004/2005.
Nachdem die damaligen Sieger, Julia Timoschenko und der jetzt scheidende Präsident Viktor Juschtschenko, sich zerstritten haben, sieht er seine Chance auf das Präsidentenamt.
Timoschenko will für Sonntag Wahlbeobachter aus den G8-Ländern einladen.