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Wende im Atomstreit mit Iran?

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Wende im Atomstreit mit Iran?

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Die iranische Führung will im Atomstreit offenbar nachgeben. Der Westen hatte vorgeschlagen, niedrig angereichertes Uran von 3,5 Prozent aus dem islamischen Land im Ausland auf einen Anreicherungsgrad von 20 Prozent zu bringen, um dann als Brennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran genutzt zu werden. Der Iran lehnte dies trotz massiven internationalen Drucks bisher ab.

Präsident Mahmud Achmadinedschad erklärte in einem Fernsehinterview: “Einige machen darum viel Wirbel. Wir werden den Vertrag unterschreiben und in einigen Monaten geben wir dreieinhalb prozentiges Uran zur Anreicherung auf 20 Prozent ab.”

Den ursprünglichen Plan das Uran nach Frankreich oder Russland zur Anreicherung zu geben, lehnte Teheran bisher ab. Stattdessen soll die Anreicherung in der Türkei, Brasilien oder Japan erfolgen, wenn der Vertrag zum Uranaustausch unterzeichnet ist, so hieß es aus dem iranischen Außenministerium.
Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich eine Atombombe bauen zu wollen. Teheran bestreitet dies. Für den Bau von Atomwaffen ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent nötig.