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Dicke Luft zwischen USA und China

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Dicke Luft zwischen USA und China

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Vor wenigen Monaten war die Welt noch in Ordnung: im vergangenen November, als US-Präsident Barack Obama in Peking den chinesischen Präsidenten Hu Jintao traf. Mittlerweile hat sich das Klima zwischen Washington und Peking jedoch signifikant verschlechtert. Ein Vertreter des chinesischen Außenministeriums sprach von Problemen in den chinesisch-amerikanischen Handelbeziehungen. Man hoffe, dass die USA diese Probleme erkennen und darüber verhandeln würden, sagte er, denn mit Schuldzuweisungen und Druck sei niemandem gedient.

Obama selbst hatte vor den Senatoren seiner demokratischen Partei erklärt, China müsse seine Märkte öffnen, und gleichzeitig die chinesische Währungspolitik kritisiert. “Eine der Herausforderungen, die wir international angehen müssen, sind die Wechselkurse”, sagte Obama, “denn wir müssen sicher sein, dass unsere Waren nicht künstlich verteuert und chinesische Güter nicht künstlich verbilligt werden.”

Aber es gibt noch weitere Streitpunkte zwischen den beiden Ländern, etwa das geplante Treffen Obamas mit dem Dalai Lama, das China verärgert. Sollte dieses Treffen stattfinden, werde die politische Grundlage der Beziehungen schwer beeinträchtigt, hieß es aus Peking. Und schließlich sorgt die Ankündigung der USA, Waffen an Taiwan schicken zu wollen, für dicke Luft. China drohte umgehend mit Sanktionen gegen US-Firmen. Ein Kampf der Giganten, zwischen der größten und der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.