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Erdbebenbilanz in Haiti: über 200000 Todesopfer

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Erdbebenbilanz in Haiti: über 200000 Todesopfer

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Über 200 000 Menschen sind bei dem Erdbeben in Haiti umgekommen – so die jüngste Bilanz der Regierung. Inzwischen mehren sich Proteste von Überlebenden, die unzufrieden über die Verteilung der Hilfsgüter sind. Einige beschuldigen korrupte Beamte, Lebensmittelgutscheine und Hilfsgüter zu verkaufen statt sie gratis abzugeben.
“Der Bürgermeister sagte uns wir müssten, sieben US-Dollar bezahlen, um den Reis zu bekommen,” so eine Demonstrantin.
Auf Wunsch der Vereinten Nationen wird der frühere US-Präsident Bill Clinton jetzt die Koordination aller internationalen Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen in Haiti übernehmen. Er soll schon morgen dorthin fliegen. Durch das Erdbeben der Stärke sieben wurden am 12. Januar mindestens 250 000 Häuser zerstört und mehr als eine Million Menschen obdachlos. UN-Generalsekretär Ban Ki Mun zufolge ist der Aufbau von Notunterkünften jetzt das Wichtigste, da demnächst die Regenzeit in der Region beginnt. Bisher haben UN-Angaben zufolge etwa 10 000 Familien Zelte erhalten, weitere 15 000 stünden bereit und 40 000 seien auf dem Weg.