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Griechenlands Sparprogramm schürt Streikwillen

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Griechenlands Sparprogramm schürt Streikwillen

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Das drastische Sparprogramm Griechenlands sorgt für Turbulenzen im Land. Zoll- und Finanzbeamte traten heute in einen 48-stündigen Warnstreik, um gegen die geplanten Kürzungen zu protestieren. Die beiden wichtigsten Gewerkschafsverbände des Landes riefen für 10. und 24. Februar zu Warnstreiks auf. Regierungschef Giorgos Papandreou hatte erklärt er wolle das Steuersystem reformieren, die Spitzengehälter im Öffentlichen Dienst kürzen und den Verwaltungsapparat verkleinern. Die Krise macht sich in vielen Unternehmen bemerkbar, die jetzt kurz vor dem Bankrott stehen oder bereits schließen mussten. So wird etwa der größte Schuhhersteller des Landes abgewickelt.

Griechenland schiebt einen immensen Schuldenberg vor sich her und will sein Defizit bis 2012 unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts schrumpfen lassen. Wegen ihres desolaten Zustands, der bereits negative Auswirkungen auf die Märkte anderer EU-Länder zeigt, stehen die griechischen Staatsfinanzen seit Mittwoch unter der Aufsicht der EU-Kommission.