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Island und die Bankenkrise

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Island und die Bankenkrise

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Johanna Sigurdadottir muß einen schweren Weg gehen. Die Ministerpräsidentin Islands sucht in Brüssel nach Wegen aus der Finanzkrise. Sie wird sich heute mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso treffen. Dabei geht es unter anderem um den Streit den Island mit Großbritannien und den Niederlanden austrägt. Beide Länder verlangen Rückzahlung von Spareinlagen ihrer Bürger. Etwa fünf Milliarden Euro. Dies Geld ist durch Bankenpleiten in Island weg.
Die internationale Bankenkrise hatte die Atlantikinsel an den Rand des Staatsbankrotts gebracht, der nur durch Milliardenkredite des Internationalen Währungsfonds und skandinavischer Länder abgewendet wurde. Banken wurden verstaatlicht. Die Bevölkerung protestierte gegen die konservative Regierung, die bei den Neuwahlen vor einem Jahr aus dem Amt gejagt wurde. Nun steht eine Volksabstimmung an, ob Island das Geld an die Briten und Niederländer zurückzahlt.
Laut Umfragen ist die Mehrheit im Land dagegen.
Außerdem wird die Ministerpräsidentin in Brüssel auch über die Aufnahme Islands in die Europäische Union beraten.