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Tahiti zittert vor "Oli"

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Tahiti zittert vor "Oli"

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In Französisch-Polynesien geht die Angst vor dem Wirbelsturm “Oli” um. Auf der Insel Bora Bora hatte “Oli” bereits für schwere Verwüstungen gesorgt. Mehrere Menschen wurden verletzt, Hunderte Touristen sitzen fest und in vielen Regionen fiel der Strom aus. Die Behörden mussten zahlreiche Einwohner in Sicherheit bringen. In den Häfen schleuderte der Wind die Schiffe wie Spielzeug umher. “Ein Boot wurde in die Bungalows getrieben”, berichtet eine Frau. “Niemand war am Steuer und es blieb schließlich zwischen zwei Bungalows liegen. Es hat die Wände zerstört, auch die Docks, und dort steckt es noch immer fest.”

Nun nimmt “Oli” Kurs auf Tahiti. Die Region wird immer wieder von schweren Wirbelstürmen heimgesucht. Die Behörden haben begonnen, Küstengebiete zu evakuieren, Hunderte Menschen sind in höhere Regionen geflohen oder bereiten ihre Flucht vor. “Ich habe schreckliche Angst”, sagt eine Bewohnerin. “Wir wohnen direkt am Meer und ich habe einen 10jährigen Sohn. Wir wollen zu meiner Schwiegermutter in die Berge gehen. Wir versuchen, alles Notwendige einzupacken, aber wir können nicht alles mitnehmen.”

Erwartet werden Windgeschwindigkeiten von rund 150 Stundenkilometern und bis zu sieben Meter hohe Wellen. Die Bewohner Tahitis kaufen Vorräte und verbarrikadieren ihre Häuser. Der Schiffs- und Flugverkehr in der Region wurde bereits eingestellt.