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Toyota: US-Minister bremst ab

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Toyota: US-Minister bremst ab

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Die Qualitätprobleme bei Toyota reißen nicht ab – nun knirscht es auch politisch. Statt ins Scheinwerferlicht sollen Millionen Autos unter die Neonröhren der Werkstätten. Und nach hakenden Gaspedalen und klemmenden Fussmatten fällt nun auch noch die Bremse aus – ausgerechnet beim Hybrid-Flaggschiff Prius.

Auf die Bremse trat auch US-Verkehrsminister Ray LaHood. Denn seine Regierung hält Anteile an den Konkurrenten General Motors und Chrysler, und dennoch hatte LaHood im Parlamentsausschuss das Warndreieck aufgestellt und gesagt: “Toyotas nicht mehr fahren und zum Händler bringen.”

Die Aktie war daraufhin abgesackt. Auch die US-Verkaufszahlen sackten ab, im Januar erstmals seit elf Jahren unter die 100.000er-Marke. Davon profitierten auch deutsche Konkurrenten. Dennoch verkauften sie – zusammen – gerade einmal halb so viele Wagen.

Ein kleines Metallteil soll die Pedale nun sicher machen. Doch viele Kunden und selbst Händler fühlen sich schlecht informiert. Am entstandenen Imageschaden könnte der Weltmarktführer noch länger zu tüfteln haben.