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Arbeitsmarktreform soll Aufschwung bringen

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Arbeitsmarktreform soll Aufschwung bringen

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Spanien steckt weiter in der Rezession und das sorgt für schlechte Stimmung an der Börse. Die Aktienkurse fielen zeitweise an diesem Freitag um bis zu 2,5 Prozent. Mit einem Sparpaket in Höhe von 50 Milliarden Euro will die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero die Einnahmen erhöhen und gleichzeitig die Ausgaben senken. Prognosen des Internationalen Währungsfonds zufolge wird Spanien als einziges größeres Land in der EU 2010 kein Wachstum erzielen.

2007 hatte es noch einen Haushaltsüberschuss von über zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes gegeben. Im vergangenen Jahr gab es dann ein Haushaltsdefizit von 11,4 Prozent. Die Verschuldung Spaniens stieg auf über 55 Prozent des BIP. Derzeit sind rund 4,3 Millionen Menschen arbeitslos. Das ist ein historisches Hoch und fast doppelt so viel wie der Durchschnitt der Euro-Zone.

Eine Arbeitsmarkt-Reform soll den Aufschwung bringen. Ein Finanzexperte erklärte, dass es wenig Möglichkeiten für junge Menschen gebe. Es müssten aber gerade die Jüngeren schnell in die Unternehmen gebracht werden. Es habe keinen Sinn, dass ein junger Mensch ewig studiere und seinen ersten Job mit 27 antrete. Er müsse eher in den Beruf einsteigen. Die geplante Reform wird derzeit mit den drei größten Gewerkschaften des Landes und Vertretern von Unternehmen diskutiert.