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Einigung in Nordirland

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Einigung in Nordirland

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In Nordirland haben sich die protestantische Unionisten-Partei DUP und die katholische Sinn-Fein-Partei nach wochenlanger Regierungskrise auf eine Beilegung ihres Streits um die Übertragung von Hoheitsrechten geeinigt. Aus einem Abkommen geht hervor, dass Polizei- und Justizbefugnisse am 12. April von London nach Belfast übertragen werden sollen. DUP-Chef Peter Robinson sagte, diese Übereinkunft sei nicht leicht und nicht schnell erreicht worden. Es sei ein harter Kampf auf allen Seiten gewesen. Aber gerade wegen der Zeit, die darin investiert worden sei, sei sie um so sicherer.

Beobachter beürchten allerdings, dass die Übereinkunft von Extremisten beider Seiten nicht anerkannt werden könnte. Martin McGuinness von der Sinn Fein, Erster Minister Nordirlands, sagte, er glaube, mit einer starken und mutigen Führung könne man hoffentlich die schrumpfenden Minderheiten der Vergangenheit leiten.

Er sei zuversichtlich, dass man die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung habe. Die Unionisten fürchten, dass die katholischen Republikaner als Regierungspartner bei der Übertragung von mehr Hoheitsrechten an Nordirland Sicherheitsfragen entscheiden können, während Gefahr von Anschlägen republikanischer Dissidenten droht.
In dem Konflikt in Nordirland waren seit denm 60er-Jahren mehr als 3500 Menschen getötet worden.