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Euro-Ängste auch um Spanien und Portugal

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Euro-Ängste auch um Spanien und Portugal

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In Madrid und Lissabon fallen die Kurse, und auch der Euro gibt nach: Nach Griechenland gelten an den Märkten jetzt auch Spanien und Portugal wegen ihrer Haushaltslage als Risikofaktoren.

Spanien hat ebenfalls ein großes Haushaltsloch, größer als bisher erwartet und weitaus größer als nach Euro-Regeln erlaubt. Die Regierung will deshalb sparen, stößt daheim aber auf starken Widerstand. Erste geplante Einschnitte sind schon wieder vom Tisch.

Die Zahlen sind nicht so schlimm wie in Griechenland: Analysten sehen aber Gefahren für die EU und den Euro, weil Spaniens Wirtschaft weitaus größer ist und inzwischen als Sorgenkind gilt.

Man könne das aber nicht vergleichen, verwahrt sich
ein spanischer Volkswirt. Griechenland und Portugal seien schon lange in der Krise, sagt er; ihre Verschuldung sei weitaus höher als die Spaniens,
ebenso ihre Defizite bei Haushalt und Handelsbilanz.

Die Märkte sind nervös, seit die verheerenden Haushaltszahlen Griechenlands bekannt sind. Dazu kommt, dass Griechenland bei diesen Zahlen lange getrickst und die anderen Euroländer hinters Licht geführt hat.

Jetzt hat es ebenfalls Sparpläne vorgelegt; in einem
beispiellosen Schritt wird die EU-Kommission die Umsetzung aber streng überwachen. Allerdings stoßen auch die griechischen Pläne im eigenen Land
auf Widerstand.