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Nordirische Regierungskrise abgewendet

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Nordirische Regierungskrise abgewendet

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Erleichterung in Nordirland: In langen Verhandlungen, zu denen auch der britische Premierminister Gordon Brown und sein irischer Kollege Brian Cowen nach Belfast gekommen waren, konnte der Zusammenbruch der Regionalregierung abgewendet werden. Die Regierungsparteien einigten sich auf die Übertragung von Hoheitsrechten nach Belfast – und Brown zeigte sich erfreut. “Nach Jahrzehnten der Gewalt, jahrelangen Verhandlungen und Wochen des Stillstands haben wir den Frieden gesichert”, sagte er. “Die Macht liegt nun dort, wo sie hingehört, bei den Menschen in Nordirland, und das ist die stärkste Antwort für all jene, die die Gewalt auf die Straßen zurückbringen wollen.” Auch der nordirische Ministerpräsident Peter Robinson wirkte erleichtert: “Künftige Generationen würden uns nie verzeihen, wenn wir den Frieden verspielt hätten, für den so lang gekämpft wurde. Dieses Abkommen ist der Beweis dafür, dass wir nicht zur Vergangenheit zurückkehren.”

Einer Vergangenheit, die von blutigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten geprägt war, bei denen Tausende Menschen getötet wurden. Erst das Karfreitagsabkommen von 1998 beendete die Gewalt – und das neue Abkommen wird von Beobachtern als ebenso bedeutend eingeschätzt. Am 12. April soll die Polizei- und Justizverwaltung an Belfast übertragen werden. Zuvor müssen die Nordiren der Übereinkunft noch im Rahmen einer Volksbefragung zustimmen.