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Schuldenkrise in der Eurozone

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Schuldenkrise in der Eurozone

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Spanien gehört neben Portugal, Irland und Griechenland zu den vier Ländern, die der Eurozone große Probleme bereiten und den Aufschwung in die Ferne rücken lassen. Schuldenkrise, Defizite und Arbeitslosigkeit sorgen für Unruhe.

In Portugal beträgt das Haushaltsdefizit 9,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, drei Prozent ist das von der EU vorgegebene Ziel.

Haushaltsdebatten und Streit zwischen Regierung und Opposition drohen die Sparpläne zu durchkreuzen. Die Regierung müsse dringend beweisen, dass sie den Haushalt im Griff habe, hieß es in Lissabon.

Experten schließen mittlerweile sogar die Möglichkeit nicht aus, dass ein schwaches Euroland aus der Währungsgemeinschaft ausgeschlossen wird.

In Irland ist das Defizit mit 12 Prozent doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Die Firmenpleiten verdoppelten sich ebenfalls. Die Regierung in Dublin will ein strenges Sparprogramm durchsetzen und die Wirtschaft bis Ende 2010 wieder in die Wachstumszone schieben.

Griechenland hat Staatschulden in Höhe von 300 Milliarden Euro und gefährdet die Stabilität der Währungsunion massiv. Die EU-Kommission hatte die griechischen Staatsfinanzen am Mittwoch unter ihre Aufsicht gestellt: das bedeutet ein striktes Sparprogramm mit Gehaltskürzungen und Steuererhöhungen, Opfer für die Bevölkerung. Die Griechen gehen unterdessen auf die Straße und protestieren gegen die Auflagen.

Spanien hat eine Arbeitslosenquote von fast 20 Prozent. Sie ist mehr als doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt. Das Land steckt tief in der Rezession. Die Spanier, die so stark in den Immobilienmarkt investierten, kommen nun nach dem Platzen der Immobilienblase aus dem Scherbenhaufen nicht mehr heraus.