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Tote bei Anschlägen in Karachi

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Tote bei Anschlägen in Karachi

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In der südpakistanischen Hafenstadt Karachi sind bei zwei Anschlägen auf Angehörige der
schiitischen Minderheit mindestens 22 Menschen getötet worden. Zunächst detonierte ein Sprengsatz neben einem Bus mit Gläubigen, die auf dem Weg zu einer religiösen Versammlung waren.

Nach Angaben der Provinz-Regierung wurden dabei mindestens zwölf Menschen getötet und 50 weitere verletzt. Weniger als zwei Stunden später explodierte eine Bombe auf dem Parkplatz der Notaufnahme eines Krankenhauses, in das die Verletzten des ersten Anschlags gebracht worden waren. Nach Angaben der Polizei wurden dabei mindestens zehn Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Unter den Opfern sollen auch Frauen und Kinder sein. Unklar blieb zunächst, ob die Anschläge von Selbstmordattentätern verübt wurden. Angeblich soll eine dritte Bombe rechtzeitig entschärft worden sein.

Weltweit begingen Schiiten am Freitag ein religiöses Trauerfest zum Gedenken an den schiitischen Märtyrer Imam Hussein. In Pakistan kommt es regelmäßig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen radikalen Sunniten und Angehörigen der schiitischen Minderheit.