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Ukraine: Kandidaten hoffen auf göttlichen Segen

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Ukraine: Kandidaten hoffen auf göttlichen Segen

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Am Tag vor der Stichwahl um die Präsidentschaft in der Ukraine versucht Oppositionskandidat Wiktor Janukowitsch noch, sich des Beistands von oben zu versichern. Damit soll möglich werden, was vor sechs Jahren nicht klappte: damals ließ die so gennante ‘Orangene Revolution’ ihm den sicher geglaubte Sieg aus den Händen gleiten.

Auch seine Gegenkandidatin Ministerpräsidentin Julia Timoschenko setzt zum Abschluss des Wahlkampfs auf Segen von höherer Stelle. Im einem letzten Fernsehauftritt warnte sie, sollte Janukowitsch es diesmal ins Präsidentenamt schaffen, sei die Demokratie in Gefahr.

Nach dem agressiven Wahlkampf fürchten viele Wahlbetrug, doch bei den Wahlbeobachtern von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) steht ein anderes Problem im Vordergrund. Joao Soares, der Präsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE: “Ich glaube nicht, dass es die Gefahr eines wirklichen Wahlbetrugs besteht. Das Hauptproblem ist, dass einer der beiden Kandidaten die Niederlage akzeptieren muss.”

Tatsächlich drohte Timoschenko für den Fall ihrer Niederlage bereits mit Massenprotesten wie bei der ‘Orangenen Revolution’ 2004. Sollte ihr Konkurrent, Janukowitsch, zu “unehrlichen Mitteln” greifen, rufe sie die Menschen zum Aufstand auf.