Eilmeldung

Eilmeldung

Ukraine vor Präsidenten-Stichwahl

Sie lesen gerade:

Ukraine vor Präsidenten-Stichwahl

Schriftgrösse Aa Aa

Wiktor Janukowitsch ist bei seiner Kundgebung guter Dinge: Morgen hat er die Chance, neuer Staatspräsident der Ukraine zu werden. Allerdings muss er dazu die Stichwahl für sich entscheiden, gegen die derzeitige Regierungschefin Julia Timoschenko. Im ersten Wahlgang vor drei Wochen bekam er 35 Prozent der Stimmen, Timoschenko 25 Prozent: Für morgen ist damit noch alles offen.

Es werde der letzte Tag der “orangenen” Ära, sagt Janukowitsch vor seinen Anhängern. Die fünf Jahre seitdem hätten den Leuten gezeigt, dass man so nicht weiter leben könne.

Julia Timoschenko wurde durch ebendiese Orangene Revolution damals weithin bekannt – bei der Janukowitsch das schon sicher geglaubte Präsidentenamt doch noch aus den Händen glitt. Damit er es auch diesmal nicht bekommt, setzt sie auf Beistand von oben.

Sie flehe Gott an, sagt sie, dass er die Einigkeit des
Landes segne – so dass keiner mehr das Volk spalte
und zu gegenseitigen Feinden mache.

Viele Ukrainer wären aber auch schon zufrieden mit einer funktionierenden Wirtschaft und einem Ende der jahrelangen Machtkämpfe: Und das Ausland hofft auf eine bessere Zusammenarbeit – egal, wer gewinnt.