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ETA-Waffenlager in Portugal ausgehoben

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ETA-Waffenlager in Portugal ausgehoben

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Die portugiesische Polizei hat eine Terrorzentrale der baskischen Untergrundorganisation ETA ausgehoben und eine Rekordmenge von 1,5 Tonnen Sprengstoff sichergestellt. In dem ETA-Versteck in der 100 Kilometer nördlich von Lissabon gelegenen Kleinstadt Obidos entdeckten die Ermittler neben dem Sprengstoff weiteres Material zur Herstellung von Bomben, elektronische Geräte sowie Stadtpläne von Madrid und Cádiz. Zwei Männer, die das Haus gemietet haben, wurden identifiziert, die Polizei fahndet nun nach ihnen. Der portugiesische Sicherheitsexperte José Manuel Anes sagte, man wisse nicht, ob es das einzige Versteck der ETA in Portugal sei. Oder in dieser Größe. Derartiges habe man sich niemals vorstellen können. Ein Teil des Sprengstoffs wurde sofort vernichtet. Die ETA hatte vor zwei Jahren schon einmal versucht, in Portugal eine Infrastruktur von Unterschlupfen und Waffenlagern aufzubauen. Das Vorhaben scheiterte jedoch. Spaniens Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba sagte, die Terroristen könnten sich in Frankreich oder Portugal verstecken, aber die Polizei werde sie immer finden. Entweder die französische oder die portugiesische. Immer wieder, bis es vorbei sei mit diesem Terrorismus. Die spanische Polizei vermutet, dass die ETA von Portugal aus Terroranschläge in der spanischen Hauptstadt und in der südspanischen Stadt Cádiz, dem Wahlkreis des Innenministers, vorbereiten wollte. Es war die größte Menge Sprengstoff, die die Polizei seit zehn Jahren in einem ETA-Versteck fand.